Achtung Osterfeuer – die wichtigsten Tipps

Pferdefreunde sind Naturfreunde und es dürfte wohl keinen Reiter geben, der das Osterfeuer vor dem Anzünden nicht umschichtet. Trotzdem hören wir jedes Jahr Meldungen von Osterfeuerteilnehmern, die von schlimmen Bildern berichten. Wenn kleine Wildtiere vergeblich zu fliehen versuchen, ist das ein schrecklicher Anblick. Was können wir also tun, damit das bei uns garantiert nicht passiert und was empfiehlt sich als Argument für die Unbelehrbaren?

So überzeugt Ihr andere!

Belehrungen mag niemand. Ganz besonders werden sie von denen nicht geschätzt, die bislang keine (sichtbaren) schlechten Erfahrungen machen mussten. Dieses Argument eignet sich dennoch:

Igel sind keine Fluchttiere!

Tierschutzverbände kalkulieren, dass jedes Jahr Tausende von Tieren durch Osterfeuer ums Leben kommen. Vor allem Kröten und Igel sind betroffen. Kröten haben aufgrund der starken Hitze keine Chance zur Flucht und Igel sind keine Fluchttiere. Droht den stacheligen Tieren Gefahr, rollen sie sich ein. Wer sein Osterfeuer nicht umschichtet und nie Probleme hatte, kann also nicht sicher sein, dass nicht doch Tiere lebendig verbrannt sind. Hinzu kommt: Wenn wir unser Osterfeuer vorbereiten, haben viele Tiere bereits mit dem Nestbau begonnen. Angesichts fehlender Hecken sind gerade aufgeschichtete Hölzer für viele Wildtiere mit jedem Jahr anziehender. Wer einmal gesehen hat, wie ein Tier in Flammen steht, wird sich nie wieder über die Arbeit des Umschichtens beschweren. Erleben Kinder ein solches Szenario, lässt sich die Nachlässigkeit überhaupt nicht mehr rechtfertigen.

Umdenken ist ganz einfach – Umschichten und Aufschichten

Lasst das Um- und Aufschichten Teil des Festes sein! Ihr habt Fahrpferde im Stall? Perfekt! Besorgt Euch eine große Plane. Eine Stunde vor dem Osterfest helfen alle – auch die Kinder – das Holz auf die Plane zu legen. Auch Kleinkinder dürfen hier mit Kindertreckern helfen. Anschließend zieht das Fahr/Rückepferd die Plane zum Feuerplatz. Das „Umrollen“ der Plane erleichtert des Aufschichten. Den Rest erledigt der Trecker. Im Anschluss wird der Stapel angezündet. Gibt es kein Fahrpferd – ziehen alle zusammen, inklusive der Kinder, die Plane zum Feuerplatz. Mit großem „Hauruck“ wird die Aktion zu einer Gemeinschaftsarbeit, zu der jeder seinen Teil beiträgt. Bitte seid der Jugend ein Vorbild, und die hat bei entsprechender Anleitung oft viel Spaß an solchen Aktionen. Ihr schafft das nicht allein? Warum ladet Ihr nicht eine Grundschule oder einen Kindergarten ein? Holt Euch einen Naturschutzexperten dazu, von denen viele ehrenamtlich tätig sind. Bietet eine kindgerechte Schulung an. Und wenn es dieses Jahr nicht klappt? Dann vielleicht im nächsten Jahr :-)

 Foto: Mischling „Bella“ und Igel

CS