Bergung von Großtieren – eine Herausforderung für die Feuerwehr

Sam und Lutz Hauch sind ein eingespieltes Team. Der Feuerwehrmann a.D. und der Schecke unterrichten Polizisten, Feuerwehrleute und Mitarbeiter des THW in der Bergung von Großtieren. Dabei lässt Sam geduldig auch so manchen Fehlgriff über sich ergehen, denn das 200 kg schwere Tier ist ein Pferdedummy und damit der ideale Trainingspartner für Situationen, die im Alltag für Mensch und Tier lebensgefährlich werden könnten.

Die Ausbildung in der Großtierrettung

Lutz Hauch ist derzeit in Deutschland der einzige zertifizierte Experte für die Rettung von Großtieren. Als ehemaliger Berufsfeuerwehrmann, Rettungssanitäter und aktiver Pferdetrainer hat er genug Notsituationen mit Pferden erlebt und sich schließlich für die Ausbildung im Ausland entschlossen. Eine solche Ausbildung ist derzeit nur in Großbritannien, der Schweiz, den USA und Australien möglich.

Dass die Bergung und Rettung von Großtieren schwierig und gefährlich und gefährlich ist, wissen Reiter. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Pferde in Gräben liegen, aus einem umgestürzten Transporter befreit werden müssen oder im Schlamm feststecken. Die Herausforderung besteht darin, die Tiere mit Bergegeschirren zu versehen, die an der richtigen Stelle angelegt werden müssen. Dazu müssen die Retter sehr nah ans Pferd, und das unter erschwerten Bedingungen. Nur mit dem erforderlichen Fachwissen lässt sich die Gefahr reduzieren. Lutz Hauch, der seit 2015 in Deutschland ausbildet, steht aber auch Pferdehaltern als Ansprechpartner zur Verfügung. In einem dreistündigen Seminar vermittelt er Tierfreunden das nötige Wissen über das Verhalten am Unfallort mit Pferden, damit die Retter sofort nach dem Eintreffen mit der Arbeit beginnen können. So werden das Verletzungsrisko und die Gefahr von Verschlimmerungen so gering wie möglich gehalten. Für die Berufsretter dauert die Ausbildung hingegen drei Tage. Lutz Hauch ist über seine Webseite erreichbar: www.comcavalo.de

Foto: Lutz Hauch