Jagdreiter-Ausbildung bei den ETCD-FreiZeitReitern

 

Kurse und Abzeichen im Jagdreiten

Sicher im Gelände unterwegs? Der korrekte Sitz kommt nicht aus der Routine, sondern will erlernt werden. Auch für reine Freizeit- und Wanderreiter ist das Jagdreiter-Abzeichen sinnvoll, denn hier lernen die Teilnehmer, feste Hindernisse in angemessener Höhe sicher zu bewältigen. Das Pferd wird geschult und gewinnt an Selbstvertrauen und Routine, auch wenn das Gelände anspruchsvoller wird.

Reiter, die Freude am Brauchtum haben und gerne vor malerischer Kulisse in angenehmer Gesellschaft an einer (tierleidfreien) Schleppjagd teilnehmen wollen, sollten sich vorab weiterbilden und den Kurs für das Jagdreiterabzeichen absolvieren, denn das Reiten mit einer Hundemeute erfordert Sachkenntnis.

Inhalt:

  • Jagdreitabzeichen 1
  • Jagdreitenabzeichen 2
  • Ausbilder der ETCD-FreiZeitReiter

Jagdreiterabzeichen 1 (JA)

Das Jagdreitabzeichen gliedert sich in Stufe 1 und 2. Mit bestandener Prüfung hat der Reiter nachgewiesen, dass er über die nötigen Kenntnisse verfügt, im springenden Feld einer Jagd mitzureiten. Er ist außerdem in der Lage, die Verfassung des Pferdes zu beurteilen und kennt sich mit den Voraussetzungen für sicheres Reiten aus.

Die Voraussetzung für Stufe 1 ist das Mindestalter von 12 Jahren. Die Teilnehmer müssen den Vorbereitungslehrgang absolviert haben und den Basispass Pferdekunde vorlegen können. Er muss sein Pferd an der Hand vorstellen. Im Gelände muss der Prüfling sein Können unter Beweis stellen. Das bedeutet, dass er in der Lage sein muss in der Gruppe Hindernissstrecken zu absolvieren.

Die Prüfung gliedert sich in zwei Teilprüfungen

In der Praxis ist das geordnete Reiten in der Gruppe gefragt. Außerdem müssen der Galopp in der Gruppe mit Tempowechsel und Springen im Gelände (feste Hindernisse) gezeigt werden.

 

In der Jagdreiterausbildung lernt der Reiter auch, einen gut gemeinten Satz sicher und entspannt auszubalancieren.

Foto: Uwe Göbel

Der Prüfling muss außerdem seine Grundkenntnisse über die Pferdekunde, Haltung und Versorgung unter Beweis stellen. Er muss in der Lage sein, die Kondition und die allgemeine Verfassung des Pferdes einzuschätzen und sein Wissen über das Jagdreiten erklären können. Wer Jagden reitet, muss sich außerdem mit dem Brauchtum rund um die Jagd auskennen, in der Lage sein, das Wesen der teilnehmenden Hunde einzuschätzen und wissen, was die Hornsignale bedeuten. Außerdem werden solide Kenntnisse über das Verhalten im Straßenverkehr, den Transport von Pferden, das Tierschutzgesetz und das Verhalten bei Unfällen verlangt.

 

Jagden sollen Pferd und Reitern Spaß machen und werden daher in landschaftlich besonders schönen Gegenden veranstaltet

Foto: give me a smile

 

Das Jagdreitabzeichen 2

Die Teilnehmer müssen mindestens 14 Jahre alt sein und das JA 1 bestanden haben. Die Voraussetzung für die Teilnahme an der Prüfung ist der Vorbereitungskurs.

Zur Prüfung muss der Teilnehmer sein Pferd an der Hand vorstellen. Im Gelände muss er im Jagdfeld sein Können unter Beweis stellen und eine Schleppjagd mindestens im zweiten Feld absolviert haben. Zu den nachweisbaren Leistungen gehört der Galopp in der Gruppe und das Absolvieren einer Hindernisstrecke.

Der ausbalancierte Sitz sorgt für Sicherheit und entlastet das Pferd

Foto: Give me a smile

Abgefragt wird das Verhalten der Meute, die Vorbereitung der Jagd mit vollständiger Planung. Die Absolventen müssen außerdem nachweisen, dass sie solide Kenntnisse im Bau von jagdgerechten Hindernissen vorweisen könne.

 

Ausbilder bei den ETCD-FreiZeitReitern: Uwe Göbel, Kontakt: uwe.goebel@diefreizeitreiter.de

Webseite https://www.rsv-fuldawiesen.de/

Erik Schlaudraff (schlaudi@live.de)

Credit Beitragsbild: Uwe Göbel