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Sternritt nach Neu Anspach 2018 – Bilder und Ergebnisse

Für einen Moment sah es aus, als würde sich der Himmel über Neu Anspach verdunkeln. Doch dann wurde der 7. Juli noch richtig schön und bot damit die besten Voraussetzungen für unser Sternreiterfest 2018 am schönen Hessenpark.

Fläche, Futter und Wasser – und ein Toilettenwagen für die Zweibeiner standen schon bei Ankunft bereit.  https://www.hessenpark.de/

 

Wir danken dem Hessenpark und ganz besonders Volker Weber, der uns auch dieses Mal unterstützt hat und für Fragen jederzeit zur Verfügung stand.

Das Team mit der weitesten Anreise stellte zugleich die größte Gruppe rund um Laura Kühnau  mit Lonah Montez und Tanja Hett mit Conchita. Die Reiterinnen hatten zwei Helfer dabei, die das Trossfahrzeug fuhren und beim Aufbauen halfen. Ihre zurückgelegte Strecke betrug 28,5 km. 20 km lang war die Etappe von Betty und Dominik, der seine Freundin und ihren Isländer Emil auf dem Mountainbike begleitete. Geplant waren allerdings nur 10 km. Betty und Dominik nahmen es mit Humor.

Emil

 

Pferde, Muli und „Draht“-Esel wurden eingepfercht

Jüngster Teilnehmer war Steven Keiper (25) aus Rheinland Pfalz, der mit seinem imposanten Pedro am Sternritt teilnahm. Der Kaltblüter ist ein ausgebildetes Rückepferd und zudem Träger eines Weltmeistertitels. Steven kann aber nicht nur gut mit Pferden umgehen. Er trug am Abend mit interessanten rheinland-pfälzischen „Geschichten vom Land“ maßgeblich zur Unterhaltung bei. Begleitet wurde er von seiner Freundin Leonie Hasselbaecher und ihrer Stute Ronja.

 

Steven und Leonie mit Pedro und Ronja

Der Titel des außergewöhnlichsten vierbeinigen Teilnehmers gehört aber Nino (20). Das nur 135 cm große Muli war mit Anja Klatyk in Begleitung von Markus Michel mit Nando (21) angereist. Ihre Etappe betrug 25, 5 km. Auch zu Nino gab es interessante Geschichten zu hören, denn ein Muli stellt seinen Menschen vor ganz andere Herausforderungen als ein Pferd.

 

Spätestens seit diesem Sternritt hat sich Ninos Fankreis sicher noch einmal vergrößert

 

Doris Pausch und Sail waren ebenfalls in Neu Anspach. Das motivierte und sympathische Team führt weiterhin die Liste des Wanderreiter-Champions an. Die Auswertung folgt aber erst im November. Doris wurde von Patricia Rein mit ihrem nicht weniger sportlichen Fuchs begleitet.

 

„Solidarisches Zusammensein“, lautete auch dieses Mal das Motto des Treffens direkt am Hessenpark mit seinem bereindruckenden Freilichtmuseum in Neu-Anspach. Und wie gut das funktioniert, stellte vor allem Tanja Viehmann fest. Die Trense ihrer Honey war gerissen. Kurzerhand baute Leonie aus ihrem eigenen Zubehör eine Ersatztrense für Tanjas Scheckstute. Das lustige Teilen ging aber auch am Abend rund um den Grill weiter. Satt wurden alle :-)

Abgesehen von Tanjas Trensenzwischenfall verliefen die Anritte und Anfahrten ohne nennenswerte Zwischenfälle. Den Abend ließen die Teilnehmer am Grill ausklingen und bekamen dabei lieben Besuch von einigen Pferdefreunden, die es nicht mit dem Pferd zum Sternritt geschafft hatten. Bei klassischer Grillkunst, veganem Streuselkuchen und frischem Salat aus Tanjas berufenen Händen, wurde viel erzählt und gelacht, während die Pferde in den Paddocks abwechselend Gras und Heu zupften.

Der Morgen nach einer recht kühlen Nacht begann für alle Teilnehmer früh. Schließlich wollten die meisten der 10 auch wieder nach Hause reiten. Wer wollte, konnte vorher noch einen Rundgang durch den Hessenpark unternehmen, andere nutzten die Chance, die Gegend noch einmal zu Pferd zu erkunden, bevor es schließlich nach Hause ging.

Das Freilichtmuseum im Hessenpark zeigte sich bei strahlendem Sonnenschein von seiner schönsten Seite

In den wieder aufgebauten Häusern befinden sich Ausstellungsräume, die den Besucher durch ein Tor in die Vergangenheit führen

Eine alte Schmiede

 

Karg, aber irgendwie gemütlich.

 

Viele Ausstellungsstücke wurden gespendet und sind wertvolle Zeugnisse vergangener Epochen. Wer sich die Zeit genommen hat, die Ausstellungen zu besuchen und den Besuchern zuzuhören, konnte die Wehmut der Älteren und das Erstaunen der jungen Menschen fühlen

Der sonntägliche Kirchenbesuch war in der Stadt und auf dem Land selbstverständlich. Die Bekleidung zeigt die regionalen Unterschiede

Mit Liebe zum Detail und Sachverstand wieder aufgebaut. Häuser aus dem nahen und weiten Umland wurden so vor dem Verfall bewahrt. Auch heute noch kostet die Instandhaltung der Zeitzeugen viel Engagement

Dörfliche Idylle mit viel Schatten für eine Pause. Vor allem Familien mit Kindern nutzen die Möglichkeit gern

 

Wer einkehren möchte, wird auf dem historischen Marktplatz fündig. Tipp: Die Käsebrötchen aus der Bäckerei schmecken fantastisch. Auf der Bank vor der Bäckerei sitzen auch Alleinreisende nicht lange. Das Gespräch mit Heimischen und Besuchern lässt sich nicht lange auf sich warten. Ein idaler Platz für Menschen, die den geselligen Austausch schätzen.

Das Haus der Vertriebenen mit vielen Informationen, die in der heutigen Zeit sehr nachdenklich stimmen. Über 400.000 Vertriebene wurden damals nach Hessen gebraucht und mussten sich dort den ohnehin schon knappen Wohnraum mit den Ansässigen teilen. Die Herausforderung ist in der Ausstellung sicht- und spürbar.

Gegen das Vergessen. Die Scheune von Damshausen. Der Waggon wurde ursprünglich für Viehtransporte und den Güterverkehr eingesetzt,  bevor in ihm Vertriebene dicht gepfercht transportiert wurden. Diese Waggons spielten auch an einem anderen Kapitel der grausamen Geschichte des Landes ene Rolle. Die orginalen Tonaufnahmen liefern Zeugnis von familiären Tragödien während der Trennung der Familien nach dem zweiten Weltkrieg.

Weniger düster, aber nicht weniger wichtig:

Eine wunderschöne Idee! Die Hessen sind gefragt. „Wer kennt wen“ in der Printversion – sozusagen

 

 

Und es gibt sie, die Menschen, die etwas wissen. Sie alle dürfen ihre Mitteilungen handschriftlich nachtragen.

 

 

Diese Seitengasse bitte nicht vergessen! Sie befindet sich rechts um die Ecke neben der Apotheke mit dem Filmmuseum. Hier gibt es Mitbringsel oder praktische Dinge für den Hausgebrauch. Handgefertigte Seifen, Besen und Körbe. Tipp: Die Schafsmilchseife :-)

Es war ein gelungenes Wochenende!

Die Rückmeldungen in der eigens eingerichteten Whatsapp – Gruppe der ETCD-FreiZeitReiter machten deutlich, dass alle einen Riesenspaß hatten und im nächsten Jahr wieder dabeisein wollen.

Danke auch an Markus, der sich um die Vorbereitung und Durchführung gekümmert hat!

Wir freuen uns jetzt schon auf den Sternritt 2019 – ETCD Die FreiZeiTReiter

 

Nino

 

Nando

Sail

 

 

und ein kleiner Esbitkocher in einer bescheidenen Nebenrolle

 

CS