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Ausreiten im Herbst – macht Euch sichtbar!

Im Herbst ausreiten? Großartig. Die Temperaturen sind gesunken, Stechinsekten gibt es nur noch vereinzelt, das Laub beginnt sich zu verfärben und wenn es regnet, ist die Luft in Wald und Feld reich an den Gerüchen, die wir Draußenreiter so lieben. Für uns alle gilt deshalb nach der Arbeit: „Hoffentlich schaffe ich es noch aufs Pferd“! Hoffentlich, bevor es dunkel wird, denn das passiert im Herbst innerhalb kurzer Zeit. Und dann haben wir ein Problem. 

Foto: D.Wewetzer, Schwarzes Pferd auf schwarzem Grund

Abritt bei strahlendem Sonnenschein. 30 Minuten später sackt die Sonne über den entscheidenden Winkel und es wird schlagartig dunkel. Zugegeben, in heimischen Gefilden nehmen wir das recht gelassen, ganz besonders mit straßensicheren Pferden. Wir kennen uns aus, wissen wo und wie wir ausweichen können. Doch das ist lebensgefährlich, denn Autofahrer sehen uns nicht oder viel zu spät. Merke: Nur weil du das Auto siehst, sieht der Fahrer dich noch lange nicht. 

Die Folgen sind fatal. Nahezu jeder Freizeit- und Wanderreiter kennt aus dem Umfeld ReiterInnen, die bei schwieriger Sicht verunglückt sind. Und das geht so gut wie nie glimpflich aus. 

Dressur-Studien haben das Thema aufgegriffen

Am 25. September 2020 haben die Dressur-Studien eine spannende Videokonferenz dazu abgehalten. Mit beteiligt war unser Vorstandsmitglied David Wewetzer. Abrufbar ist das Video auf unserer Facebookseite und natürlich bei den Dressur-Studien. Sehens- und hörenswert!

Sorgt für angemessene Beleuchtung!

Wir raten, nein wir fordern Euch auf: „Sorgt für angemessene Beleuchtung“. Der Markt gibt so viel her, im o.g. Video geht es auch um die rechtlichen Grundlagen und welche Maßnahmen besonders geeignet sind). Niemand will vor einem Richter stehen und sich sagen hören: Das habe ich nicht gewollt. Das droht aber, wenn ein Auto in ein Pferd fährt. Es geht also nicht nur um das Pferd, um uns, sondern auch um jemanden, der Euch einfach nicht gesehen hat – nicht sehen konnte. Und um dessen Familie. 

Wählt Eure Strecken sorgfältig! 

Vorsicht bei schmalen Straßen ohne Ausweichmöglichkeit. Bedenkt, dass pferdefremde Autofahrer (die Mehrheit also) ein Pferd selbst mit Beleuchtung aus der Distanz nicht als solches erkennen. Die Fahrzeugführer wundern sich vielleicht, was da vor ihnen auftaucht, auf ein Pferd kommen sie nicht und denken sich auch erstmal nichts dabei. Entsprechend fahren sie. 

Im Notfall Hilfe holen!

Das ist uns vermutlich allen schon passiert. Wir haben uns verritten, die Zeit vergessen und plötzlich sind wir in der Dunkelheit unterwegs. Das sollte uns eine Lehre sein und so eine Situation ist ein echter Notfall, auch mit einem sicheren Pferd. Lasst Euch abholen, wenn das möglich ist. Oder ruft jemanden an, der Euch Leuchtmittel und Reflektoren bringt. 

Sprecht darüber!

Ihr habt Reiter im Stall, die es mit dem Licht nicht so genau nehmen? Sprecht darüber. Nehmt Eure Vereinsvorstände mit ins Boot und wenn das nicht reicht, sprecht uns an. 

kontakt@diefreizeitreiter.de