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Betr. Beschlagnahmung von Pferden

In den vergangenen Wochen wurden mehrere Tierbestände im Großraum Kiel beschlagnahmt. Nach dem derzeitigen Stand der Dinge wurde bislang kein Tier zurückgegeben. Betroffen waren Pferde und Rinder aus verschiedenen Ställen. Zuletzt sorgte der unerwartete Abtransport von 57 Zucht- und Privatpferden aus dem Reitverein Brekendorf für Aufsehen. Die Pferdehalter müssen nun das Eigentum an den Pferden nachweisen. Ein Fachtierarzt stellt fest, ob die Pferde gesund sind, denn nur dann werden sie auf Antrag wieder herausgegeben. Die Pferdehalter klagen an, dass die Staatsanwaltschaft den gesamten Bestand beschlagnahmt hat und keine Unterschiede zwischen möglicherweise behandlungsbedürftigen und völlig gesunden Pferden gemacht hat. Die Pferdehalter haben den Rechtsweg beschritten. Aufgrund der Beobachtungen, die wir in diesem Fall gemacht haben, raten wir allen Pferdehaltern dringend, die Papiere der eigenen Pferde in Ordnung zu halten. Dazu gehört auch, das Eigentum eintragen zu lassen. Wer Tierarzt- und Schmiedrechnungen aufhebt und regelmäßig Fotos des Pferdes anfertigt hat es außerdem leichter, in einem Ernstfall das Eigentum nachzuweisen. Beim Kauf eines Pferdes bitte unbedingt mit der Kaufpreisübergabe sämtliche! Papiere aushändigen lassen und einen Kaufvertrag aufsetzen. Die betroffenen Pferdehalter haben mittlerweile einen Anwalt eingeschaltet. Die Entwicklung ist auch deshalb für alle Pferdehalter wichtig, weil die Staatsanwaltschaft das Recht hat, die Pferde aus wirtschaftlichen Gründen in kurzer Zeit notzuveräußern! Konnten die Pferdehalter bis dahin nicht lückenlos das Eigentum nachweisen, verlieren sie das Recht auf Herausgabe. Ist das Pferd erst durch die Staatsanwaltschaft verkauft, ist das Eigentum rechtswirksam auf den neuen Käufer übergegangen. Wir berichten weiter.