Kein Artikelbild

Feierabendritt

 

von Dörthe Schenk


Bei strahlendem Sonnenschein starten wir einen Feierabendritt. Die Ponys und ich sind alle in gelbe Reflektorartikel gekleidet – der Herbst ist da und es wird früh dunkel. Auf dem ersten einsamen Feldweg sehen wir weiter hinten ein Auto stehen. Das ist extrem ungewöhnlich, ich vermute dort sitzt irgendwo ein Jäger. Ihm und uns zuliebe biegen wir lieber vorher ab. ;) Für heute habe ich geplant, den kleinen Wald, der uns am nächsten liegt und in dem wir gerne die kürzeren Runden drehen, möglichst maximal auszunutzen. Wir nehmen also jeden Weg mit und reiten einige Schlenker. Unterwegs schwindet das Licht immer mehr, irgendwann ist es im Wald fast ganz dunkel. Ich verlasse mich auf die Ponys, offensichtlich sehen sie im Dunkeln sehr viel besser als ich.

 

Die Ponys bekommen nie Zweige ins Gesicht, ich irgendwie schon … ;) Heute genieße ich ganz besonders die Ruhe im Wald. Kein Mensch ist unterwegs, von weitem höre ich das Rauschen der Windräder, sonst aber nur das Stapfen der Ponyhufe, das Rascheln des Laubs, ab und zu ein zufriedenes Schnauben, ein leichtes Knarzen vom Sattel … Das ist so herrlich friedlich! Ich zweifle, ob ich wohl die letzte Abzweigung im Wald sehen werde, die ist recht zugewachsen. Wie erwartet, erkennt Basse es längst vor mir und biegt richtig ab. Auf die Ponys kann man sich verlassen. <3 Der Himmel ist klar und wir wandern unter leuchtenden Sternen entspannt nach Hause. Auch ein Ritt im Dunkeln hat besondere Reize. <3