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„Herbstritt mit Aussicht“

von Carola Müller

Diese Woche habe ich es mit Julchen endlich mal wieder geschafft auf die andere Straßenseite der Landstraße zu gehen. An unserem Übergang wurde ein neuer Supermarkt gebaut und eingeweiht und zudem Rohre verlegt, sodass der Übergang oft nicht benutzbar war. Nach der Überquerung muss ich ein Stück direkt neben der Straße lang reiten – das findet Julchen leider immer etwas gruselig. Ich kann es aber nachvollziehen, die LKW kommen da schon sehr schnell von hinten an. Dieses Mal war sie aber mutig und wäre gerne noch näher zum Supermarkt hin.

Nach einem Stück durch den Wald (bergauf), kamen wir an den ersten Aussichtspunkt. Dort geht es dann relativ steil weiter an den Weinbergen hoch, sodass man eine ganze Strecke schöne Aussicht hat. Das Laub der Bäume und der Weinberge ist aktuell einfach wunderschön.
 
 

Oben angekommen geht es dann ein gutes Stück auf einer Hochebene entlang. Man kommt an einem kleinen Steinbruch vorbei, in den man durch das fehlende Laub dieses Mal schöne reinschauen konnte. Ich hatte befürchtet, dass der Boden auf der Hochebene sehr matschig ist, aber er war einfach perfekt, sodass wir ein schönes Stück gemütlich galoppieren konnten. Eigentlich wollte ich auf dem Rückweg wieder durch den Wald. Leider fanden dort gerade Baumfällarbeiten statt, sodass ich mich dann doch für die Route über die Weinberge entschieden habe. Im Nachhinein war es auch eine gute Entscheidung: die schon schrägstehende Sonne hat zusammen mit dem Herbstlaub so eine tolle Stimmung gezaubert, dass ich mich entschlossen habe doch noch eine kurze Pause einzulegen. Den Sonnenuntergang habe ich jedoch nicht abgewartet, da ich auf dem Rückweg noch über zwei Landstraßen musste und mir das im Hellen doch deutlich wohler ist.

Kurz vor Ende kam mir dann meine Freundin Silke mit ihrem Pferd entgegengelaufen. Wir sprechen uns öfter ab, sodass wir uns dann irgendwo treffen und das letzte Stück zusammen gehen wenn ich eine längere Tour mache. Das ist für uns beide immer schön – sie hat den Anreiz eine weitere Strecke zu laufen (die großen Runden von Julchen und mir schafft ihr Pferd leider nicht mehr) und ich habe noch jemanden zum quatschen.

Kurz vor Einbruch der Dunkelheit kamen wir dann wieder zuhause an. Die Reflexausrüstung hatte ich ja aufgrund der Straßenüberquerungen sowieso dabei, sodass wir auch auf den Teerwegen sichtbar waren. Das habe ich in den letzten Jahren zunehmend aufgestockt – Sichtbarkeit im (Halb) Dunklen (oder wie in den letzten Tagen im Nebel) ist einfach total wichtig!