Internationale Deutsche Meisterschaften der Kavallerie auf dem Boxberg bei Gotha

Vom 19. bis 21. April veranstaltet der Deutsche Kavallerieverband e.V. zum ersten Mal „Internationale Deutsche Meisterschaften der Kavallerie“ auf dem altehrwürdigen Gelände der Pferderennbahn „Boxberg“ bei Gotha.

Es ist das erste Turnier dieser Art in Deutschland mit internationaler Beteiligung. Mit ihm soll das Areal des Boxbergs zu einem Zentrum des Kavalleriereitsports in Deutschland ausgebaut werden, mitten in Deutschland und Europa, verkehrsgünstig gelegen und in seiner ganzen Anlage den Geist und Glanz der eleganten Zeit des Pferdereitsports um 1900 atmend.

Der Deutsche Kavallerieverband ist ein junger Verein, der in seiner kurzen Geschichte schon großen Erfolg zu verzeichnen hat. Die Mannschaft des Verbands wurde im April 2012 bei den World Cavalry Championships im polnischen Posen Mannschaftsweltmeister. Der Verein ist deutschlandweit organisiert und widmet sich der faszinierenden, lebenden Darstellung unserer Kavalleriegeschichte von 1550 bis 1900 unter besonderem Augenmerk auf leistungsorientiertes Gebrauchsreiten. Er hat sich zum Ziel gesetzt zu zeigen, dass der hintergründige Zweck unserer heutigen Dressur- und Springausbildung ursprünglich die vielfältige Leistung und Gewandtheit im dynamischen Gebrauchsreiten bei langer Gesunderhaltung des Pferdes war. Diese vielfältigen Leistungen sind im heutigen Kavalleriereitsport erneut repräsentiert.

Oberst Hausdorf vom österreichischen Bundesheer, der in Gotha die Patrouillenprüfung richten wird, sagt über den Kavalleriereitsport: „Es zählt die Mannschaft, bei der die Ausdauer, Geschick, Kraft, Disziplin, Mut und Ausbildung von Pferd und Reiter gefordert ist. Nicht die Spezialisierung, sondern die Breite der Fähigkeiten in vernünftigem, aber auch forderndem Gebrauchsniveau bei Dressur, Jagdspringen, Gelände, Patrouille und Beherrschung von Säbel und Lanze auf dem Pferd geben den Ausschlag.

Ein besonderer Aspekt ist, dass alle Disziplinen in orginalgetreuer Ausrüstung geritten werden. Der Zuschauer erlebt somit historische Realität und ein beeindruckendes Schauspiel wie aus vergangenen Jahrhunderten.

Das Turnier in Gotha soll allen Reitern, die sich dem leistungsorientierten Gebrauchsreiten in der Tradition der Kavallerie verschrieben haben, die Möglichkeit geben, sich zu präsentieren und sich mit Fachleuten und Gleichgesinnten aus In- und Ausland auf hohem Niveau auszutauschen.

Der Vorsitzende des Deutschen Kavallerieverbands e.V., Peter Lachenmayer: „Auch heutzutage sprechen viele von der HDV12 respektive „Reitvorschrift von 1912“. Doch kaum einer hat sie wirklich gelesen. Wir haben sie gelesen. Und der Zuschauer sieht sie bei uns in der Praxis.“

Infos: www.kavallerieverband.net