Pferdeführerscheine – Verbände werden mit Anfragen überrannt

Ab Januar 2020 gilt der Pferdeführerschein, unterteilt in die Schwerpunkte Basis (Umgang) und Reiten. Das bedeutet auch, dass der Pferdeführerschein den bisherigen Basispass ersetzt. Der P-FS ist ab Januar auch Vorrausetzung für das Reitabzeichen RA-5.

Was beinhaltet der Pferdeführerschein?

Je 30 Lehreinheiten sind pro Pferdeführerschein vorgesehen. Zielsetzung ist unter anderem mehr Tierwohl, Sicherheit und Unfallverhütung. Die Teilnehmer müssen mindestens 10 Jahre alt sein.

Der Pferdeführerschein Umgang richtet an alle, die mit Pferden umgehen. Ausdrücklich angesprochen sind außerdem Eltern reitender Kinder. In Theorie und Praxis lernen die Teilnehmer wichtige Grundlagen zur Haltung, Fütterung und Umgang. Praktische Lehreinheiten gehören außerdem dazu, die auf Reitanlagen, aber auch im öffentlichen Raum durchgeführt werden. Der Kurs schließt mit einer Prüfung ab.

Der Pferdeführerschein Reiten richtet sich an alle Reiter, unabhängig von der persönlichen Zielsetzung. Neben den Schwerpunkten der reiterlichen Ausbildung, sind ethische Grundsätze, Umgang mit der Natur, Erste Hilfe Teil der Einheiten. Auch dieser Kurs endet mit einer abschließenden Prüfung.

Foto: FN

Die Notwendigkeit für eine Reform war da

Der Pferdeführerschein ist eine Modernisierung der Kursangebote und berücksichtigt gesellschaftliche Forderungen. Immer wieder kommt es zu kritischen Gesprächen, auch auf politischen Ebenen. Angefangen bei den Debatten über die Pferdesteuer hatte sich immer wieder gezeigt, dass das Bild vom Pferde-liebenden und Naturschonenden Reiter beschädigt ist. Dem sollen neue Ausbildungswege entgegenwirken. Zwar spielt die Pferdesteuerdebatte keine allzugroße Rolle mehr, dennoch sind die Beschwerden über Rücksichtslosigkeit im Gelände geblieben. Grund ist oft genug fehlende Sachkenntnis über das was erlaubt ist und was nicht. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Sicherheit. Unfälle mit Pferden im Gelände lassen sich durch eine sehr gute Ausbildung oft vermeiden. Es genügt nicht, dass das Pferd gelassen ist.

Trainerfortbildungen haben begonnen – und sprengen alle Erwartungen

Damit Pferdefreunde und interessierte Angehörige in Zukunft den Pferde – FS absolvieren können, müssen zuerst die Trainer fortgebildet werden. Die Anmeldezahlen lagen allerdings derart über den Erwartungen, dass beim Pferdesportverband Hessen Zusatztermine eingerichtet werden mussten. Wer sich für die Ausbildung als Trainer interessiert, wird hier fündig:

http://www.psv-hessen.de/ausbildung/trainer/trainerfortbildungen/eventsnachkategorie/-.html?start=10

Für die Durchführung der Kurse und Abnahme der Prüfungen sind die Vereine und die Verbände Ansprechpartner.

https://www.pferd-aktuell.de/ausbildung/fuehrerscheine-im-pferdesport

 

Fotos: Deutsche Reiterliche Vereinigung

 

CS