Regierungbz. Gießen: Nutzung von Reithallen und Plätzen wieder erlaubt

Der Pferdesportverband Hessen informiert:

Achtung, die Bestimmungen können sich täglich ändern. Wie informieren hier auf unserser Webseite.

(31.03.20)

Im Bereich des Regierungsbezirks Gießen mit seinen Landkreisen Marburg-Biedenkopf, Limburg-Weilburg, Gießen, Lahn-Dill und Vogelberg war in der letzten Woche verfügt worden, dass das nach dem Tierschutzgesetz erforderliche Bewegen der Pferde nicht in Reithallen und nicht auf Reitplätzen erfolgen darf. Das Bewegen der Pferde sollte im Wald, in der Feldgemarkung oder im öffentlichen Raum erfolgen. Dieses hatte insbesondere im Raum Marburg-Biedenkopf eine Welle der Empörung ausgelöst.

Mit der unten stehenden Ergänzung zu den Auslegungshinweisen zur 4. Corona-Verordnung ist diese Verfügung jetzt wird aufgehoben, so dass das Bewegen der Pferde unter Beachtung der FN-Vorgaben wieder in Reithallen und auf Reitplätzen stattfinden kann.

Die 4. Corona-Verordnung des Landes Hessen vom 17.03.2020 bestimmt, dass der Sportbetrieb in diversen Einrichtungen (§ 1 Abs. 1 Nr. 6) einzustellen ist. Zudem sind nach § 1 Abs. 2 Nr. 3 sonstige Sportangebote, die ihrer Art nach mit körperlichem Kontakt verbunden sind, untersagt. Es konnte daher zunächst davon ausgegangen werden, dass auch Reithallen und Reitplätze, die nicht konkret genannt sind, unter diese Regelungen fallen.

Die Auslegungshinweise der zuständigen hessischen Ministerien (Wirtschaft, Soziales) vom 25.03.2020 haben jedoch dahingehend Klarstellung geschaffen, dass die Öffnung von Pferdeställen, Reitställen und Pensionspferdehaltungen unter Beachtung der Vorgaben unter www.pferd-aktuell.de/coronavirus erlaubt ist.

Hierbei sind jedoch vom Betreiber und der Kundschaft immer die Vorgaben zum Ansteckungsschutz einzuhalten; ich zitierte:

 

  • 1 Abs. 10 der 4. Corona-Verordnung:

(10) Dienstleistungen und Handwerkstätigkeiten können mit Ausnahme der in Abs. 1 Nr. 8a, 8b und 8c genannten Angebote unter Beachtung der Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts zur Hygiene, insbesondere zu Kontakten und Einhaltung des Sicherheitsabstandes erbracht werden.

 

  1. Corona-Verordnung

§1

(1) Der Kontakt zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstandes ist auf das absolut nötige Minimum zu reduzieren.

(2) Aufenthalte im öffentlichen Raum sind nur alleine, mit einer weiteren nicht im eigenen Haushalt lebenden Person oder im Kreise der Angehörigen des eigenen Hausstandes gestattet. Bei Begegnungen mit anderen Personen ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten.

Foto: Julia Kohlstadt