So schön war Neu-Anspach

Auch rückblickend ist die Begeisterung der Teilnehmer des Sternreiter- und Freizeitreiterfestes in Neu-Anspach groß und die Nachfragen nach einer Wiederholung häufen sich. Dazu gesellen sich die Reiter, die es aus terminlichen Gründen nicht geschafft haben und beim nächsten Mal unbedingt dabei sein möchten. Für sie und alle anderen folgt an dieser Stelle eine Zusammenfassung der Abläufe.

Das Freizeitreitertreffen und Sternreiterfest

Das Fest fand im Rahmen der Veranstaltung „Tierisch hessisch“ im Hessenpark von Neu-Anspach vom 31.5. bis 1.6.14 statt. Aus diesem Grund war die Bewerbung umfangreich. Tausende Besucher reisten an und viele konnten sich am Samstag und am Sonntag das erste Mal über das Trailreiten informieren. Für Aufregung sorgten natürlich auch die vielen Rassen und unterschiedlichen Reitweisen. So standen Familien mit kleinen Kindernstaunend vor niedlichen Shetlandponys, imposanten Kaltblütern, coolen Westernpferden, edlen Arabern und vielen sehr gut gelaunten Reitern.

Die Anreise

Die Größe der Anlage machte einigen Reitern zu schaffen. Wer nicht das empfohlene Tor Lollar fand, musste sich durch die wunderschöne Parklandschaft fragen, was wiederum die Parkbesucher faszinierte, die häufig so den ersten Kontakt in ihrem Leben mit Wanderreitern hatten. Dennoch trafen die ersten Reiter am Samstag um 11 Uhr an der Meldestelle ein und wurden dort von einem Empfangskomittee begrüßt. Neben Getränken (die sehr dankbar angenommen wurden), gab es gleich den ersten Fototermin.  Die Helfer begrüßten die Teilnehmer aber nicht nur, sondern standen den ganzen Tag für alle Fragen zu den Vorteilen des Vereins bereit. Wer sich an diesem Wochenende für eine Mitgliedschaft zu einem Jahresbeitrag von 24 Euro entschied, kam gleich in den Genuss der vergünstigten Startgebühr für Mitglieder und bekam ein T-Shirt obendrein. Und diese Vorteile wurden gleich mehrfach genutzt.
Nach der Begrüßung ritten die Sternreiter weiter zum Zeltlager. Dort konnten sie ihre mitgebrachten Paddocks und die Zelte aufbauen. Das Nachtlager fand sich aus versicherungstechnischen Gründen außerhalb des Parks, aber direkt hinter einem Eingang auf einer Wiese mit Bäumen und Parkmöglichkeiten für die Trossfahrzeuge. Viele hatten das Angebot angenommen, die Materialien vorher zu bringen. Ein kleines Durcheinander gab es, weil eine Fläche offenbar doppelt vergeben wurde und einige Wanderreiter ihre Paddocks umsetzen mussten. Die meisten der betroffenen Teilnehmer nahmen das aber mit der für Freizeitreiter typischen Gelassenheit. Wer nicht über Nacht bleiben wollte, konnte seinen Paddock auf der Tageskoppel neben dem Trailplatz aufbauen. Auch das Angebot wurde sehr gut angenommen. Die Mitarbeiter des Hessenparks versorgten die Pferde schon früh mit hochwertigem Heu. Außerdem war eigens eine Wasserleitung gelegt worden, die so zentral lag, dass die Reiter ihre Pferde leicht mit Wasser versorgen konnten. Die Unterbringung funktionierte daher ohne Zwischenfälle. Auch bei Kontrollgängen waren alle Pferde entspannt und gut untergebracht, schließlich sorgten auch Bäume für ausreichend Schatten, denn das hessische Wetter zeigte sich an beiden Tagen von seiner allerbesten Seite.

Der Samstag

Um halb vier begann die erste Prüfung, der Trail an der Hand. Für kurze Verwirrung sorgten einige Besucher des Parks, die sich an der Meldestelle für eine Teilnahme interessierten. Sie hatten angenommen, dass sie sich als Besucher nun auf den Pferden durch den Parcours führen lassen könnten. Die Aufklärung sorgte für breites Grinsen auf beiden Seiten und die Besucher ließen sich gerne einladen, den Trail von einer der zahlreichen Bänke aus zu verfolgen. Insgesamt nahmen 28 Pferde am geführten Trail teil, der von Julia Schwehn gerichtet wurde. Siegerin war Sonja Hamburger mit ihrem Haflinger Wittgenstein, dicht gefolgt von Katharina Jack mit Al Djuna und Sabrina Pfalzgraf mit Spirit auf dem dritten Platz. Die Siegerehrung fand nach einer professionell schnellen Auswertung bereits um 18 Uhr statt. Auf dem Trailplatz wurden auch die Sternreiter für ihre Leistung geehrt. Einen Sonderpreis erhielt die größte Gruppe mit neun Teilnehmern. Dazu gehörten Michaela Müller, Hannah Neuhauer, die mit 11 Jahren zugleich die jüngste Teilnehmerin überhaupt war, Oksana Noppens, Christine Scharffstetter, Katharina Schroer, Anja Treiber, Frederika Horas, Anne Weiß und Susanne Best. Außerdem wurde Otto Dahmer ausgezeichnet. Er war mit 75 Jahren nicht nur der älteste Teilnehmer, sondern hatte mit seiner Kutsche beeindruckende 100 km zum Fest zurückgelegt. Otto Dahmer hatte so manche Anekdote zu erzählen und gewann auch dadurch zusätzliche Sympathiepunkte. Auf seiner Tour hatte ihn Andrea Galke zu Pferd begleitet und erhielt für die 100-km-Leistung ebenfalls einen Pokal. Mit Klaus Schaaf wurde außerdem ein weiterer Kutschfahrer ausgezeichnet. Klaus Schaaf hatte mit seinem Gespann 25 km Anfahrt zu bewältigen. Auch er hatte einiges zu erzählen, schließlich ist die Streckenplanung mit einem Gespann deutlich komplizierter als mit einem gerittenen Pferd. Otto Schaaf ist knapp über 60 Jahre alt und konnte die Anforderungen als erfahrener Gespannführer hervorragend bewältigen. Insgesamt kamen 58 Sternreiter und Fahrer nach Neu- Anspach.
Nach der Siegerehrung zogen sich die Sternreiter in ihr Lager zurück. Schnell brutzelten die ersten Würstchen auf dem Grill, und während die Pferde noch zufrieden ihr Heu kauten, loderte schon das Lagerfeuer auf. Es wurde spät. Sehr spät, aber auch sehr lustig.

Der Sonntag

Ab 10 Uhr war die Meldestelle wieder besetzt und die Sternreiter, die sich für die Teilnahme am gerittenen Trail angemeldet hatten, konnten an den Start gehen. Viele von ihnen hatten sich entschieden, das herrliche Wetter zu nutzen und nach Hause zu reiten, anstatt sich früh veranstaltet. Die Teilnehmer, die erst zum Trail anreisen mussten, störte das jedoch nicht. Auch sie trafen rechtzeitig ein. Insgesamt entschieden sich 12 Reiter, es mit dem anspruchsvollen Trail zu versuchen. Richter am Sonntag war Uwe Göbel, der den Prüflungen freundlich, aber auch sehr genau zusah. Auch am Sonntag siegte Sonja Hamburger mit Wittgenstein. Über den zweiten Platz freute sich Elisa Klehm mit Sally. Den dritten Platz belegte Susanne Lohr mit Cira. Viele Sternreiter nutzten die Gelegenheit, sich den gerittenen Trail anzusehen und kamen zum Schluss, beim nächsten Mal ebenfalls zu starten. Nach der Siegerehrung brachen die Sternreiter und Tagesteilnehmer entspannt und gut gelaunt den Heimweg an, beladen mit vielen schönen Erinnerungen, schicken Pokalen und den wohl schönsten Schleifen, die man sich wünschen kann.

Wir danken den Teilnehmern für zwei wunderschöne Tage und den Betreibern des Hessenparks, dass Sie es uns ermöglicht haben, unser Fest in dieser einzigartigen Umgebung abzuhalten. Danke auch an die vielen ehrenamtlichen Helfer, die professionell und schnell gearbeitet haben und maßgeblich zum Erfolg des Festes beitragen konnten. Das gilt auch für die Fotografin Gaby Schümann, die für die schönsten Erinnerungsfotos gesorgt hat. Die Bilder sind im Forum der FreiZeitReiter e. V. eingestellt.

DieFreiZeitReiter e. V.