Trail 2. Teil – Sportpferde

Trailreiten ist nicht nur Ausgleich und Training für Freizeitreiter. Auch Dressur- und Springreiter profitieren von vielseitig ausgebildeten und nervenstarken Pferden. Gerade Turnierreiter tun gut daran, ihr Pferd an ungewöhnliche Situationen heranzuführen, denn selbst auf Turnierplätzen sind Herausforderungen keine Seltenheit, die sich im Trail trainieren lassen.

Stress beim Reiten, weil Unruhe auf dem Hof ist? Das muss nicht sein. Anstatt hektisch auf mögliche Störfaktoren zu schauen, können sich Pferd und Reiter mit der entsprechenden Ausbildung wieder ganz auf das Training konzentrieren. Klassischen Herausforderungen sind:
1.    der aufgespannte Regenschirm
2.    Schattenspiele auf dem Sand
3.    Verladen in einem unruhigen Umfeld
4.    Absperrbänder, die im Wind flattern
5.    spielende Kinder mit Ball
6.    Fahnen auf fremden Reitplätzen
7.    Anbinden in fremder Umgebung
8.    frei laufende Hunde
9.    Bandagen, die sich beim Reiten lösen
10.   Aufsatteln ohne Anbindemöglichkeit

Die Übungen im Trail dazu:
1.    GHP-> Personen mit Schirm
2.    Unterschiedliche Untergründe
3.    Gasse/Brücke
4.    Flattervorhang
5.    rollende Bälle
6.    Gasse mit Plane
7.    Vertrauensstärkung durch zu bewältigende Reize
8.    Pferde mit freundlichen Hunden konfrontieren
9.    Stangensalat und zirzensische Lektionen
10.    Stehen ohne angebunden zu sein

Und welche Vorteile bringt das Trailreiten noch?
1.    Abwechslung
2.    fördert die Aufmerksamkeit von Pferd und Reiter-Teams
3.    fördert das Mitdenken von Pferd und Reiter
4.    mehr Selbstvertrauen fürs Pferd (wichtig bei neuen Aufgaben)
5.    Aktivierung der Hinderhand
6.    gesunde Aufrichtung – entlasteter Rücken

Was muss das Pferd für den Trail mitbringen?
1.    Nervenstärke
2.    Geschicklichkeit
3.    Rittigkeit – akzeptiert feinste Hilfengebung
4.    Pferd muss ausbalanciert sein
5.    Pferde muss geradegerichtet sein (Voraussetzung für einhändiges Reiten)

Sind diese Eigenschaften noch nicht vorhanden, lassen sie sich in erheblichen Umgang erarbeiten – mit professioneller Betreuung!

Der richtige Einstieg:
Die Basis für das Trailreiten ist die Basisarbeit an den Stangen.
Der richtige Abstand im
Schritt: 40 bis 60 cm
Trab:    90 bis 105 cm
Galopp:180 bis 210 cm

Zu Beginn sollte der Abstand groß sein und zur natürlichen Schrittlänge passen. Erst wenn das Pferd sicher ist und voller Vertrauen an die Aufgabe herangeht, werden die Abstände verkürzt. Die Herangehensweise gilt für alle Gangarten. Wichtig ist auch, immer nur eine Aufgabe neu zu beginnen, um das Pferd nicht zu überfordern. Die Übungen sollten außerdem immer mit einem Erfolgserlebnis für das Pferd enden. Wenn mal etwas nicht klappt, ist es daher besser abzubrechen und zu überlegen, wo der Fehler gelegen haben könnte, anstatt zu experimentieren oder gar Gewalt anzuwenden.

Die richtige Unterstützung für alle Reitweisen und Ambitionen bieten die Trainer der FreiZeitReiter e.V. entweder auf dem eigenen Hof oder zu Gast auf den Anlagen der Ausbilder.