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Urteil zum Heißbrand gefallen

Mikrochip oder Heißbrand, was ist schmerzhafter? Seit Jahren wehren sich Zuchtverbände dagegen, auf traditionelle Brandzeichen zu verzichten und stattdessen ausschließlich auf den Mikrochip zur Identifizierung zu setzen. Diese Diskussion dürfte nun beendet sein, denn nun hat das Oberwaltungsgericht Münster eine Entscheidung gefällt. Das Gericht kam zu dem Schluss, dass das Brandzeichen die digitale Technik nicht ersetzen kann.

Geklagt hatte kein Geringerer als Züchter und Trainer Klaus Balkenohl. Er hatte argumentiert, dass der Heißbrand wesentlich weniger traumatisierend sei als das Setzen des Chips. Außerdem wollte er die Tradition des Brandzeichens aufrecht erhalten. Ein weiteres Gegenargument war, dass der Chip im Pferdekörper wandern kann. Vor Gericht fanden diese Argumente kein Gehör. Das Emblem könne man auch auf der Satteldecke anbringen, außerdem sei der fachgerecht gesetzte Chip für das Pferd zumutbar. Durch die bestehende Pflicht zum Mikrochip ist das Brandzeichen damit ein überflüssiger zusätzlicher Schmerz und ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz.