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Wanderreitabzeichen bei den FreiZeitReitern e. V. – Ein schöner Erfahrungsbericht

Ein Erfahrungsbericht von Helena Thomas

Mitte Juni habe ich meine Wanderreitabzeichen I und II sowie die Prüfung zum Wanderreitführer bei Uwe Göbel in Bad Hersfeld abgelegt. Der schön und verkehrsgünstig gelegen Hof war mir direkt sympathisch. Außer mir waren noch 4 weitere Teilnehmer zum Wanderreitabzeichen I angereist, einer davon mit eigenem Pferd. Daneben waren noch das Safari-Pärchen und Ina angereist. Ina war extra aus Bremen gekommen und hatte zu diesem Zweck spontan am Abend davor noch ein Auto gekauft. Nach der üblichen Kennenlernrunde gab es theoretischen Unterricht nach FN-Richtlinie und anschließend Mittagessen in der nahegelegenen Jugendherberge.

 

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Am Nachmittag ging es zum Glücke der Herde noch auf den Rücken der Pferde durch die schöne Natur der Mutter Erde. Es war direkt spannend, über eine Holzbrücke, einen engeren Radweg zwischen See und Restaurant, unter einem Werbeschild durch, über eine schmale hohe Brücke über Wasser, an Autobahnen vorbei, unter Brücken durch und Steilhänge hoch. Nichts für Schwache Nerven, nur für echte Kerle! Ebenso die erste Galoppstrecke. Zitat Uwe: „Die gibt auch nichts anderes her!“ außer zu galoppieren. Dann habe auch ich mal kurz geschluckt, bin ich doch nur noch Frankfurter Feldlandschaft gewohnt. Rechts geht’s runter, links hoch, im Wald, das Geläuf voller Laub und gelegentlicher kleinerer Äste und Stellen tieferen Waldbodens. Immerhin war der Weg breit genug um sicher zu reiten. Herrlich! Nach einem kurzen Ritt wieder zuhause angekommen bekamen wir Kartenmaterial der berittenen Umgebung und die Aufgabe die gerittene Strecke zu rekonstruieren.

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Die nächsten Tage verbrachten wir mit ausgedehnten Ausritten und praktischem Üben von Kartenkunde im Gelände. Wir begaben uns auf enge Trampelpfade zwischen Kirche und Friedhof, Hohlwege durchs Gestrüpp, schmale Tore und Baumreiche Waldwege voller liegendem Totholz – diese natürlich mit Abhang an der Seite, sonst wäre es ja langweilig so ganz ohne Nervenkitzel. Der Tag der ersten Prüfung war gekommen. Die Prüfung bestand aus einem Ausritt nach Karte mit dem Prüfer, wobei jeder der Teilnehmer mal vorne Reiten musste um zu zeigen, dass er den eingezeichneten Weg auch findet. Dabei stellte der Prüfer gelegentlich noch ein paar Fragen. Auf dem Rückweg ging es durch eine bekannte Wasserpassage, bei der mein Pony den Prüfer ganz besonders beeindrucken wollte. Statt wie die anderen durch das Wasser zu gehen, machte er nach kurzer Demonstration des Unwillens einen Satz über den 2m breiten Graben um sich 5 Schritte später ohne große Vorankündigung fallen zu lassen. Der aufgewühlt-sandige Boden sah an dieser Stelle aber auch zu verlockend aus… Gottseidank hatten trotzdem Alle bestanden, ich auch.

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Zum WRA II änderte sich die Gruppe, das Safari-Pärchen wurde durch den urigen Werner ersetzt, der mit Zorro im Gepäck anreiste. So zogen wir an Fronleichnam gleich zu einem gemeinsamen Ausritt mit der ganzen Familie los. Weiter ging es auf Tagesritte mit idyllischen Plätzen zur Mittagsruhe. Einmal ließen wir uns auf einem wunderschön warmen Moosbett nieder. Der Prüfungsritt für das WRA II war über zwei Tage verteilt und verlief entspannt und unauffällig. Bis zur Prüfung zum Wanderreitführer hatten wir einen Wasserdurchlass gefunden, der auch meinem Pony zusagte. Diesmal blamierte er mich nicht und alles verlief reibungslos. Die frisch gebackenen Wanderreitführer waren nun alle glücklich und zufrieden und Ina konnte mit richtigen Nummernschildern nach Hause fahren.

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