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Wolfsriss? Pferdehalter fühlen sich nicht ernstgenommen

Am Ostersamstag fand das Züchterehepaar Regina und Peter Hillesheim vom Islandpferdehof Elschenau ein neugeborenes Islandfohlen tot auf der Weide. Die deutlichen Fraßspuren lieferten Hinweise auf einen Wolfsangriff, sodass die Züchter die zuständigen Stellen in Hessen anriefen. Nach der ersten Inaugenscheinnnahme durch eine Wolfsberaterin und die weitere, bislang noch nicht abgeschlossene Untersuchung durch Pathologen, ist jedoch unklar, was den Tod des Fohlens verursacht hat. Das liegt vor allem daran, dass Magen und Lunge nicht mehr vorhanden waren.

Todesursache noch unklar

Die amtlichen Stellen teilten mit, dass es ebenso möglich sein könne, dass das Fohlen nicht lebensfähig war. Es sei nicht mehr festzustellen, ob es überhaupt geamtet habe, aufstehen und trinken konnte. Die Züchter haben sich mit Unterstützung des Pferdefachtierarztes Dr. Michael Weiler, der zudem Wolfsbeauftragter des PSV Hessen ist, mit einer Pressemitteilung an die Öffentlichkeit gewandt. Einer ihrer Vorwürfe lautet, dass die vorliegenden Erkenntnisse nicht ausreichen, um einen Wolfsangriff auszuschließen. Auch seien die Ergebnisse der pathologischen Untersuchung nicht für die Schlussfolgerung ausreichend, dass das Fohlen nicht lebensfähig war. 

Wolfs-DNA hat die Wolfsberaterin am Fohlen nicht sicherstellen können. Dafür könne es zwei Gründe geben, so die Wolfsberaterin. Einerseits hat möglicherweise gar kein Wolf das Fohlen angefressen oder vorhandene Spuren wurden vernichtet, als die Züchter das Fohlen in eine Plastikfolie gewickelt und abtransportiert haben.

Die Pferdehalter befürchten nun, dass die die Aussagen des zuständigen Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) voreilig waren und nur dazu dienen sollen, Unruhe unter den Tierhaltern und der Bevölkerung vermeiden soll. Tatsächlich seien Wölfe im ländlichen Raum ein ernstes Problem.

(Hinterländer Anzeiger und Oberhessische Presse berichteten ausführlich)